Atommüll-Alarm auf den Autobahnen!
Castor-Transporte von Jülich, Garching & Berlin stoppen!
Über mehrere Jahre hinweg soll mit bis zu 152
LKW-Transporten hochradioaktiver Atommüll in
Castor-Behältern aus dem Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager
Ahaus gebracht werden. Dazu soll weiterer Atommüll aus dem
Forschungsreaktor Garching bei München und dem Forschungsreaktor
Berlin kommen. Damit droht auf den Autobahnen ein unkalkulierbarer
Atommüll-Wahnsinn − die größte Transportserie von hochradioaktivem
Atommüll in Deutschland!
Seit mehr als 16 Jahren fordern wir ein modernes, möglichst sicheres
Zwischenlager in Jülich – seit 16 Jahren versuchen die Verursacher den
Atommüll loszuwerden!
Das ist gefährlich, sinnlos und deswegen unverantwortlich, denn:
– Die Endlagerfrage ist ungelöst! Atommüllverschiebung ist keine Entsorgung! Schon 2036 läuft auch die Genehmigung des Zwischenlagers Ahaus aus.
– Das 35 Jahre alte Atommülllager in Ahaus entspricht nicht den heute möglichen und nötigen Sicherheitsstandards.
– Jeder Atommülltransport über die maroden Autobahnen mit riesiger Polizeibegleitung birgt neue Gefahren – Unfälle, Drohnen, Sabotage …
Nie zuvor wurden so viele verdächtige Drohnen über kritischer Infrastruktur gesichtet. Ein Drohnenangriff könnte zur Freisetzung von radioaktiver Strahlung führen. Wöchentlich gibt es neue Meldungen über marode Autobahnen und Brücken, schwere Unfälle und neue Sperrungen für Schwerlast-Transporte. Dabei
wiegt jeder Castor-LKW 130 Tonnen, ist 30 Meter lang und 3 Meter breit.
Auch der Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima mahnt: Atomkraft ist keine Energie der Zukunft, sondern Hochrisiko-Technologie! Neue AKW-Pläne in den Niederlanden, Tschechien oder Polen gefährden unsere Gesundheit. Gebaut würden sie nur mit Subventionen und beliefert würden sie wohl mit
angereichertem Uran und Brennelementen aus Deutschland.
Deshalb fordern wir:
– Der Atommüll muss bis zur Klärung der Endlagerfrage bleiben, wo er ist!
– Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn!
– Bundes- und Landesregierung müssen endlich für moderne, möglichst sichere
Zwischenlager an den Atommüllstandorten sorgen!
– Keine Renaissance der Atomkraft – sofortige Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementfabrik Lingen und des Forschungsreaktors Garching!
– Ablehnung der AKW-Projekte in Nachbarländern durch die Bundesregierung!
Stoppen wir den Castor-Wahnsinn, bevor er losgeht!
Kommt am 7. März zur Demo in Ahaus! Los geht‘s um 11.30 Uhr am Rathaus.
Aktuelle Infos unter:
www.sofa-ms.de www.bi-ahaus.de www.westcastor.org
www.castor-stoppen.de www.bund-nrw.de
