Umweltgruppen aus dem Emsland und dem Münsterland begrüßen die vom BUND Landesverband Niedersachsen eingereichte Klage gegen die Genehmigung des niedersächsischen Umweltministeriums zur Produktion von „russischen“ Brennelementen bei ANF/Framatome in Lingen (Ems).

„Die Entscheidung des Umweltministers zur Genehmigung der Kooperation von ANF mit Russlands staatlicher Atombehörde war aus unserer Sicht falsch. Eine Ausweitung der Brennelement-Herstellung ist in Zeiten der Energiewende grundsätzlich umweltpolitischer Irrsinn und birgt darüber hinaus zusätzliche Umwelt- und Sicherheitsrisiken für die Region. Besonders aber sind die von ANF/Framatome in Lingen geplanten Atomgeschäfte mit einem gefährlichen Aggressor, dessen völkerrechtswidriger Krieg gegen die Ukraine nach mehr als vier Jahren noch immer fortgeführt wird, für uns nicht hinnehmbar! Wir begrüßen die Klage daher ausdrücklich, die Genehmigung muss zurückgenommen werden!“, so Alexander Vent vom Bündnis AgiEL.

Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen ergänzt: „Es sollte Aufgabe der Bundesregierung sein, für die innere und äußere Sicherheit des Landes zu sorgen. Dass es nun den Nicht-Regierungs-Organisationen überlassen wird, einen Einstieg des Kreml-Konzerns Rosatom in die Brennelement-Produktion in Lingen zu verhindern, offenbart bedenkliche Defizite der politischen Führung.“